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Was einen Menschen antreibt

Ich hatte im Kapitel "Kunst" ein kleines Modell für menschliches Wirken eingeführt.

  1. Handeln - der Mensch tut irgendwas
  2. Resultat - es kommt etwas dabei heraus
  3. Bewertung - das Resultat erfährt eine Bewertung - Anerkennung, (finanzieller) Erfolg

Jetzt möchte ich ein weiteres Modell einführen, das sich konkret auf 1., das Handeln bezieht:

1. Was tut man? bzw. Worin genau besteht das
    Handeln?
2. Was für ein Resultat soll dabei herauskommen?
    (Song, Bild, Roman)
3. Was lenkt das Handeln?

Im gegenwärtig üblichen Denken ist es so:

In der Bewertung dessen, was einer tut, spielt das angestrebte Resultat (2.) die Hauptrolle. ("Es kommt darauf an, was dabei herauskommt.")

Dann kommt die konkrete Handlungsform: Einer komponiert mit dem Klavier, ein anderer mit seiner Gitarre und ein dritter klickt mit der Maus am PC herum.

Aber 3. geht in der Wahrnehmung ein bisschen unter. Es wird von den meisten Menschen noch nicht einmal richtig bewusst gesehen, was ihr Handeln eigentlich antreibt. Und doch ist es aber das Allerwichtigste:

Was treibt und lenkt das Handeln?

Jetzt werden manche sagen: "Ich mache es schon aus Freude, aber will möglichst viel Geld damit verdienen."

Das ist der übliche Selbstbeschiss.

Handeln folgt immer ganz klaren Motiven. Wenn einer eine Sache aus Freude tut, dann kann Geld verdienen eine Folge sein. Es schließt sich nicht aus.

Aber wenn das Geld verdienen bei der Ausübung von Kunst in den Fokus rückt, dann geht die Freude.

Das ist ein ganz klarer Zusammenhang.

Die meisten stört das ja anscheinend nicht. Wenn nur genügend Kohle dabei herausspringt, ist der Rest egal.

Aber Kunst ist es nur, wenn die Freude am Tun das Handeln lenkt.

Ansonsten ist es vielleicht "Produktion" oder "Business" oder "Handwerk". Aber Kunst? - Kunst ist es nicht!

Gut. Warum das Ganze? Weil ich bestimmen will, was Kunst ist und was nicht?

Das klare Ziel aller meiner Texte ist ein erfülltes, glückliches Leben.

Und falls es doch jemanden interessiert, warum das Leben so öde ist, wenn man nicht den ganzen Tag Kaffee säuft, raucht oder alle paar Sekunden aufs Handy starrt oder jemanden anruft oder warum das Leben so öde ist, obwohl man schon den ganzen Tag Kaffee säuft, raucht und ständig mit dem Handy spielt - und auch das neue Smartphone XY reißt es nicht mehr wirklich raus: Das genau ist der Grund!

Das Leben ist so öde, weil das Handeln aus Freude am Tun den Menschen nahezu völlig verloren gegangen ist.

Noch mal zur Erinnerung, was es ist - das Handeln aus Freude am Tun:
Ich singe, weil es mir Spaß macht und ich singe was mir Spaß macht und genau so wie es mir Spaß macht (usw. für alle anderen Kunstformen).

Die meisten Menschen werden feststellen, dass sie dann denken:

"Aber wenn ich das tue, dann interessiert sich niemand dafür und ans Geld verdienen ist gar nicht zu denken."

Und dann tun sie etwas anderes, als was ihnen Freude machen würde, weil Geld verdienen ihnen das Wichtigste ist.

Aber die Frage ist, ob es wirklich stimmt, was sie da denken.

nächstes Kapitel: Schwingungen übertragen
Stichworte:
Handy
Freude
Handeln
Kaffeesucht